Inhalt
  1. Was den Wert wirklich bestimmt
  2. Die drei Bewertungsmethoden
  3. Der Kasseler Markt 2026
  4. Typische Bewertungsfehler
  5. Wie wir vorgehen

„Was ist meine Immobilie wert?" ist eine der häufigsten Fragen, die uns Eigentümer stellen. Und eine der schwierigsten ehrlich zu beantworten — weil die meisten Menschen eine Zahl hören wollen, die zu ihren Vorstellungen passt. Eine gute Bewertung tut das nicht. Sie liefert eine Zahl, die am Markt funktioniert.

Was den Wert wirklich bestimmt

Der Wert einer Immobilie ist nicht das, was der Eigentümer sich wünscht — und auch nicht das, was der Nachbar angeblich bekommen hat. Er ist das, was ein informierter Käufer unter normalen Marktbedingungen bereit ist zu zahlen. Diese Faktoren bestimmen ihn:

Die drei Bewertungsmethoden

Vergleichswertverfahren

Das gängigste Verfahren für Wohnimmobilien. Der Wert wird aus tatsächlich erzielten Verkaufspreisen vergleichbarer Objekte in ähnlicher Lage abgeleitet. Voraussetzung: ausreichend Vergleichsdaten. In Kassel ist das für die meisten Lagen gut möglich.

Ertragswertverfahren

Wird bei vermieteten Objekten und Renditeobjekten angewendet. Ausgangspunkt ist die Jahresnettomiete, die mit einem lageabhängigen Faktor multipliziert wird. Der resultierende Ertragswert spiegelt wider, was Investoren für das Objekt zu zahlen bereit sind.

Sachwertverfahren

Relevant bei sehr individuellen Immobilien, für die es kaum Vergleichsobjekte gibt — etwa große Villen, Gewerbeimmobilien oder Objekte mit besonderer Ausstattung. Hier wird der Wert aus Grundstückswert und Herstellungskosten abzüglich Alterswertminderung ermittelt.

„Eine gute Bewertung kombiniert Methoden und Marktkenntnis — und hat den Mut, unbequeme Zahlen zu nennen."

Der Kasseler Markt 2026

Der Immobilienmarkt in Kassel hat sich nach den Zinserhöhungen der vergangenen Jahre neu kalibriert. Die Preisspitzen der Jahre 2020–2022 sind in den meisten Lagen nicht mehr erreichbar — aber Kassel bleibt im bundesweiten Vergleich ein moderater und stabiler Markt mit solider Nachfrage, besonders im mittleren Preissegment.

Was wir aktuell beobachten:

Typische Bewertungsfehler

Emotionale Aufschläge

Eigentümer hängen an ihrer Immobilie — das ist verständlich. Aber Erinnerungen, aufgewendete Arbeit und emotionale Bindung sind keine Marktfaktoren. Ein Käufer zahlt für das Objekt, nicht für die Geschichte dahinter.

Orientierung am Nachbarn

„Der Nachbar hat X bekommen" ist eine der häufigsten Quellen für falsche Preiserwartungen. Kein Objekt gleicht einem anderen — Lage, Zustand, Grundriss und Zeitpunkt unterscheiden sich immer.

Online-Schätzungen als Grundlage

Automatisierte Online-Bewertungstools arbeiten mit Durchschnittsdaten und kennen Ihr konkretes Objekt nicht. Sie sind ein grober Orientierungspunkt — keine Grundlage für eine Verkaufsentscheidung.

Zu hoher Startpreis

Wer zu teuer startet, erzeugt Misstrauen. Objekte, die lange am Markt sind oder mehrfach im Preis gesenkt wurden, haben in der Wahrnehmung der Käufer ein Problem — auch wenn das Objekt selbst einwandfrei ist.

Wie wir vorgehen

Eine Bewertung durch Ehrhardt Immobilien läuft so ab: Wir besichtigen Ihr Objekt persönlich, analysieren vergleichbare Verkäufe aus der Region und erstellen eine nachvollziehbare Einschätzung — ohne Schönfärberei, ohne überhöhte Phantasiepreise, die den Verkauf verzögern.

Wir sagen Ihnen auch, welche Maßnahmen vor dem Verkauf sinnvoll sein könnten — und welche nicht. Denn manchmal ist eine kleine Investition der Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem sehr guten Verkaufspreis.

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